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Journal

Wie Oberflächen altern.

Wie sich Lack, Metall und Holz durch Licht, Berührung und Reinigung verändern.

Drei Streifen nebeneinander: geölte Eiche, gebürsteter Stahl und Messing mit leichter Patina

Hände, Licht, Reinigungsmittel und Feuchtigkeit verändern jede Oberfläche. Wie stark, hängt vom Material und seiner Behandlung ab.

Lack

Matte Lacke streuen das Licht. Fingerabdrücke und feine Kratzer fallen auf ihnen weniger auf als auf Hochglanz. Häufiges Reiben an derselben Stelle kann matten Lack allerdings glänzend machen.

An scharfen Kanten zieht sich der flüssige Lack beim Trocknen zurück, die Schicht wird dort dünner als auf der Fläche. Dort platzt Lack zuerst ab. Gerundete Kanten halten eine gleichmäßigere Schichtdicke.

UV-Licht greift Bindemittel und Pigmente an. Helle Lacke können vergilben, dunkle bleichen aus.

Metall

Gebürstetes Metall hat feine, gleichgerichtete Riefen. Kratzer in derselben Richtung gehen darin auf. Polierte Flächen zeigen jeden Kratzer.

Edelstahl bildet an der Luft eine dünne Schicht aus Chromoxid, die ihn vor Korrosion schützt und sich nach Kratzern neu bildet. Seine Farbe ändert sich kaum.

Messing ohne Schutzschicht reagiert mit Luft und Hautkontakt. Es dunkelt nach und bildet eine Patina, an viel berührten Stellen bleibt es heller. Lackiertes Messing behält seine Farbe, bis die Schutzschicht beschädigt ist.

Holz

Geöltes Holz lässt sich örtlich ausbessern. Kratzer werden angeschliffen und neu geölt, die Stelle gleicht sich der Umgebung an. Bei lackiertem Holz muss für dieselbe Reparatur meist die ganze Fläche abgeschliffen und neu lackiert werden.

Eiche dunkelt unter Licht nach und wird wärmer im Ton. Stellen, die abgedeckt waren, bleiben zunächst heller und gleichen sich später an.

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